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1936 Besuch der Dorfschule in Petkum, Lehrer Ernst Feld und Menno Harms. Ging gerne zur Schule. Übergang zur Oberschule in Aufbauform mit Internat in Bederkesa bei Wesermünde. Erlebnisreiches
Internatsleben mit etwa 80 Jungen der verschiedenen Klassen in dem Ort, der mit See, Wald und Gehügel landschaftlich schön gelegen ist.
Nach 1933 durfte der Vater als alter Sozialdemokrat kein Beamter werden und wurde schikaniert. Januar 1941 Einberufung zum Reichsarbeitsdienst (RAD) nach Hohn bei Rendsburg. Anschließend zum Kommiß eingezogen.
Ausbildung in Hamburg. Zwei Jahre lang bei der Infanterie in Rußland Einsatz auf Vormärschen an der Wolga entlang bis Kalinin, dann immer wieder auf Rückzügen bis in die Gegend von Smolensk.
Nach Ruhrerkrankung Lazarettaufenthalt in Regensburg, Emden, Bedburg-Hau bei Kleve und Hamburg. Bei Ersatztruppenteilen Erlebnis der Bombardierung von Hamburg und Neumünster. Bergung der Toten. Zuletzt Einsatz bei
einer Sanitätskompanie mit Feldlazarett im Elbe-Weser-Mündungsdreieck. Die letzten Kriegstage wurden wieder im Schulhaus in Bederkesa durchgestanden, das als Lazarett diente. Die Eltern bekamen bei der
Beschießung Petkums von Ditzum aus einen Volltreffer ins Dach. November 1945 Entlassung aus der ehemaligen Wehrmacht.
Von 1946 - 1949 sechs Semester Studium an der Universität Hamburg: Pädagogik, Philosophie, Literaturwissenschaft. Gleichzeitig Mitarbeit bei der Jugendbehörde. Anschließend Lehrer in Meiendorf an der Ostgrenze
Hamburgs, das erst 1937 von Schleswig-Holstein nach Hamburg eingemeindet worden ist. Heirat mit einer Hamburgerin, Erika Garbers. Beschäftigung mit der Vorgeschichte der Landschaft im Tunneltal: Ausgrabungen der
Jagdlager der Meiendorfer Rentierjäger durch Dr. Alfred Rust. Chronist der Meiendorfer Zeitung. Während der letzten Dienstjahre Arbeit im Allgemeinen Krankenhaus Heidberg. Schüler vom Erstkläßler bis zum
Abiturienten wurden während ihres Krankenhausaufenthaltes unterrichtet. 1984 Pensionierung.
Während der ersten Sitzungsperiode der Ostfriesischen Landschaft nach dem Kriege Mitglied des Kollegiums. In den Jahrzehnten nach 1945 Veröffentlichung von plattdeutschen Geschichten, Gedichten und volkskundlichen
Aufsätzen im Ostfreesland-Kalender.
Als beide Elternteile gestorben waren, wurde deren Haus in Petkum nicht verkauft, sondern als Ferienhaus eingerichtet. Nach der Übernahme des Auftrags vom Gemeinderat, eine Chronik von Petkum zu schreiben, wurden
von dort aus die Archive in Petkum, Emden und Aurich nach vorhandenen alten Dorfakten durchsucht und diese als Grundlage fotokopiert. Nur so war die Arbeit an der Chronik in Hamburg möglich, bei der die Frau sehr
half. Nach der Eingemeindung Petkums nach Emden war es ungewiß, was mit der fast fertigen Chronik geschehen würde. Nun hat der Bürgerverein die Veröffentlichung übernommen.
Seit über 30 Jahren wohnen die Janßens ohne Verkehrslärm im Grünen in Hamburg-Berne und wollen dort ihre alten Tage verbringen. Sie sind sehr froh darüber, daß sie am Rande der Großstadt diese ruhige
Wohnmöglichkeit gefunden haben.
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